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Unsere Leseratten und Vorleser Volker Fleige und Klaus Ullrich haben für ihr Publikum wieder ein Schmuckstück der großen Literatur aufbereitet. Live gelesen im Foyer ist schöner als ein Hörbuch.

 

Wer kein Geld hat, dem hilft nicht, dass er fromm ist.
von Volker Fleige

Mitwirkende:

Volker Fleige, Hubert Luig, Klaus Ullrich
Bühne, Beleuchtung, Ton: Rainer König, Jochen Hohmann

Es geht um Macht. Es geht um Religion. Vor allem geht's um Geld.
Luthers Reformation vor 500 Jahren wurde bestimmt von wechselnden Allianzen und Verflechtungen von Kirchengeschichte, Politik und - Wirtschaftsgeschichte. In „Wer kein Geld hat, dem hilft nicht, dass er fromm ist.“ geht es um den Missbrauch von Luthers Lehren für wirtschaftliche und machtpolitische Ziele. Das Sagen hatten nicht Kaiser, Papst und Fürsten, sondern Jakob Fugger, in dessen Bankgeschäfte alle verstrickt waren.

Mit seiner Bibelübersetzung prägte der ausgebildete Jurist und Mönch Martin Luther entscheidend die volksnahe, hochdeutsche Sprache. Als Reformator ist er in die Geschichte eingegangen. Doch Luther ist weniger Drahtzieher als Marionette. Im Mechanismus von Macht und Ausbeutung wird er zum Spielball der Interessen von Papst, von Jakob Fugger, dem Augsburger Handelsherrscher, und der Fürsten.

Wer meint, Luther wäre in seinen Entscheidungen frei und unbestechlich gewesen, der wird hier eines Besseren belehrt: Luthers 95 Thesen gegen den Ablasshandel waren nicht in der Absicht verfasst worden, eine Revolution anzuzetteln oder gar, um eine neue Kirche zu gründen. Luther verfolgte keinerlei politische Absichten, wollte mit seinen Thesen nur einen wissenschaftlichen Diskurs herbeiführen. Dass er damit die Reformation auslöste und in der Folge den Bauernkrieg, lag daran, dass die drei Mächte – Papst, Kaiser, Kurfürst Friedrich von Sachsen – ihn für ihre Zwecke instrumentalisierten. Der eigentliche Motor ihres Handelns war jedoch Jakob Fugger, hatten doch alle bei der Fugger-Bank Schulden und waren so wirtschaftlich von ihm abhängig. Es sind die ökonomisch- politischen Interessen der Kirche und der Fürsten, die die Bewegung der Reformation wenn nicht begründeten, so doch maßgeblich formten.

 

 

Sonntag, 1.10.2017 im Foyer des TAZ

Eintritt 8,00 € / Karten an der Abendkasse 

Beginn : 18:00 Uhr

 

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03
September
Sonntag

18.00 Uhr
Theater am Ziegelbrand

* Karten an der Abendkasse *

Lesung: "Der Herr Karl"

Ensemble: Volker Fleige, Angelo Tomasello, Klaus Ullrich
01
Oktober
Sonntag

18:00 Uhr
Theater am Ziegelbrand

* Karten an der Abendkasse *

Lesung zum Lutherjahr 2017: " Wer kein Geld hat,dem hilft nicht,dass er fromm ist." von Volker Fleige

Ensemble:Volker Fleige, Klaus Ullrich, Hubert Luig
Musik: Christian Rose
Bühne,Beleuchtung,Ton: Rainer König,Jochen Hohmann

Wir bedanken uns bei unseren Sponsoren:

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